Die W-Fragen zum Biwaksack

„Der Biwaksack ist ein winddichter, meist auch wasserdichter Sack, der bei Übernachtungen im Freien, dem Biwakieren, als Außenhülle um den Schlafsack verwendet wird und vor Nässe, Schmutz, Auskühlung durch Wind und anderen schädlichen Einflüssen schützt. Er wird in Ausführungen für eine oder auch für zwei Personen gefertigt und vorwiegend beim Bergsteigen, Klettern oder Trekking benutzt. Als Erfinder des Biwaksacks gilt Mathias Zdarsky.“

Das sagt zumindest das allwissende Online-Lexikon Wikipedia. Und hat damit nur teilweise recht. Denn nicht nur als Schlafsacküberzug oder zum Übernachten haben wir Alpinistinnen einen Biwaksack mit. Und je nach vorgesehenem Einsatzzweck gibt es ihn in verschiedensten Ausführungen. Doch der Reihe nach.

Nicht nur für Pausen, (Not-)Biwaks und zum Wärmeerhalt nach Unfällen ist ein Biwaksack gut. Auch für einen kurzen Transport bzw. wie im Foto zum schonenden Umlagern in die Vakuummatratze der Flugrettung kann er hervorragende Dienste leisten.

Welcher Biwaksack als Teil der Standard-Notfall-Ausrüstung?

Neben Mobiltelefon, Erste-Hilfe-Paket und Stirnlampe wird der Biwaksack in den meisten Ländern und von fast allen Alpin-Organisationen als Standard-Ausrüstung empfohlen, die das ganze Jahr über für jede Aktivität am Berg im Rucksack sein sollte. Eben für Notfälle, wenn etwas Unvorhergesehenes eintritt. Dass dieses Notfallpaket beim schnellen Standard-Gipfel-Lauf nach der Arbeit anders aussehen wird als bei der 4.000er-Skihochtouren-Durchquerung ist klar. Dort wird je nach Exponiertheit nicht nur die Erste-Hilfe-Ausrüstung der Gruppe etwas umfangreicher sein und auch einmal ein Sat-Telefon oder -Messenger zur Kommunikation mit dabei sein, auch beim Biwaksack wird man sich vermutlich für ein anderes Modell entscheiden.