Für bergundsteigen hat Max Berger in den letzten Jahren immer wieder Beiträge geschrieben, die durchaus polarisiert haben.
Der Bergführer und Petzl-Österreich-Chef ist seit Jahrzehnten nicht nur für seine alpinen Unternehmungen – heuer wurde ein Projekt, an dem er beteiligt war, für den Piolet d’Or vorgeschlagen – bekannt, sondern auch für sein umfangreiches Fachwissen, das er immer offen und direkt formuliert.
Als Bergführer war Max heuer erstmals an zwei Achttausendern unterwegs und natürlich haben wir die Gelegenheit genutzt und nachgefragt, wie es ihm im Karakorum so gegangen ist.
Kompetente Unterstützung beim Zusammenpacken. © Max Berger
Max, wo liegen deine alpinen Wurzeln?
Eigentlich komme ich vom Klettern und Eisklettern, Schneestapfen finde ich eher weniger spannend.
Das sagst du jetzt nur, weil du gerade von Pakistan zurückkommst. Was hast du dort gemacht?
Ich war am Broad Peak und K2 unterwegs und bin von beiden Bergen – nicht vom Gipfel – mit dem Gleitschirm hinuntergeflogen.
Mit 50 Jahren erstmals zu einem Achttausender. Midlife-Crisis?
Nein, nur zum Klettern werd ich langsam einfach zu schwach … So war ich als Bergführer für einen kommerziellen Anbieter unterwegs und habe eine Gruppe zu diesen zwei Achttausendern begleitet.
Warum bist du nicht „privat“ unterwegs gewesen?
Prinzipiell hätte ich schon privat gehen können, aber der ganze logistische Aufwand dazu ist hoch und das wollte ich mir nicht antun. Auf den K2 wollte ich schon vor 30 Jahren hinauf und die Kombination mit dem Broad Peak zum Akklimatisieren war ideal.
Mit welchen Erwartungen bist du gestartet?
Jeder, der zu einem Achttausender startet, hat natürlich das Ziel, den Gipfel zu erreichen; als Bergführer bist du erfolgreich, wenn die Teilnehmer deiner Gruppe dorthin kommen. Aber mich hat genauso das Drumherum an den hohen Bergen interessiert: Wie ist die Stimmung dort, welche Menschen sind unterwegs und am meisten, ob ich von dort oben auch mit dem Gleitschirm starten kann.